Siegel der Bruderschaft
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Häufig gestellte Fragen zum Thema:
Die Idee einer Loge

Ist die Zugehörigkeit zu einer Loge heute noch zeitgemäß? Schließlich gibt es eine Fülle von veröffentlichtem Material zum Thema Magie, so dass man ganz gut allein arbeiten kann. Ich habe den Eindruck, dass für die Zugehörigkeit zu einer Loge ganz andere Gründe oder Interessen maßgeblich sind. Genau genommen ist so eine Loge doch auch nur ein Verein und das assoziiere ich doch sehr mit dem Thema "Stammtisch" - mehr jedenfalls als mit Magie.

Grundsätzlich ist Ihre Kritik richtig, zumindest was die sozialen Aspekte angeht. Natürlich hat man soziale Interessen wenn man in einen Verein, ganz gleich welcher Art geht. Vielleicht sucht man das Miteinander, ein wenig "Schubbern", das Gespräch, den sozialen Spiegel oder vielleicht auch nur einen Ort wo man Platzhirsch sein kann. Wer Mitglied in einer Loge wird, ist ja in der Regel ein ganz normaler Mensch und bringt natürlich seine sozialen Anliegen, Attitüden, Schrullen und Eigenheiten mit und verwechselt das dann auch noch mit Individualität. Das Ausgangsmaterial, um das mal ganz technisch zu formulieren, ist das gleiche wie für jeden Taubenzüchterverein oder Skatklub. Es ist wesentlich, das in aller Nüchternheit zu betrachten und sich da nichts vor zu machen. Das erklärt auch, warum man immer wieder damit gescheitert ist, etwas anderes herzustellen. Ich würde vor diesem Hintergrund dann die Frage stellen, ob der Mensch überhaupt zu Freundschaft oder Treue fähig ist und auf der Basis aller Erfahrung diese Frage verneinen. Der Mensch ist wankelmütig und seinen Drücken weitgehend ausgeliefert. Da ist einfach nicht viel drin.


Das heißt aber doch, dass das Projekt "Loge" gescheitert ist, bevor es überhaupt angefangen hat.

Auch das ist konventionell betrachtet richtig. Aber ist das ein Grund darauf zu verzichten? Zaubern heißt schließlich unmögliche Dinge tun. Man könnte auch sagen, dass der Zauberer (oder der, der einer werden möchte) nicht darauf verzichtet, seinen Traum gegen die Wirklichkeit durchzusetzen. Zauberei geht grundsätzlich zu Lasten der Wirklichkeit. Das aber, ergibt sich nicht einfach von selbst. Wenn Sie aus den genannten Gründen darauf verzichten Mitglied einer Loge zu sein und es vorziehen allein zu arbeiten, dann ist das eine Haltung, die auf eines sicherlich nicht abstellt: die Bewältigung der sozialen Anliegen. Sie haben vielleicht erkannt, dass da ein Problem existiert, aber Sie gehen ihm aus dem Weg. Damit hat sich noch gar nichts wirklich geändert. Das muss einem auch nicht gefallen. Dinge wie Lust oder Unlust, Zuneigung oder Abneigung, Gefallen oder nicht Gefallen führen in der Zauberei nicht weiter. Man tut gut daran, der Abhängigkeit von diesen Dingen möglichst schnell den Abschied zu geben. In diesem Sinne ist die Fraternitas Saturni kein Ort zu Erfüllung sozialer Anliegen. Wir bemühen uns um ihre Bewältigung. Das in der Tat lässt sich sehr gut im Logenrahmen angehen.

Loge beschränkt sich nun nicht darauf, all das zu erledigen, warum man eigentlich einmal in die Loge gekommen ist. Wie oben bereits angedeutet geht es um Freundschaft. Vor der Zauberei kommt die Freundschaft. Warum sollte ich Dich wohl bemächtigen, wenn Du noch nicht einmal mein Freund bist? Wenn Du nicht bereit bist zu einer neuen Lebensform, sondern meinst, Du könnest ein ganz normaler Mensch bleiben, der nur ein paar zusätzliche Tricks drauf hat? Ich bestreite, dass es möglich ist, Zauberei aus Büchern zu lernen. Es gibt weder Rezepte noch Methoden, wenn es darum geht unmögliche Dinge zu tun. Falls Sie jemanden kennen, der allein und mit Hilfe von Büchern "die Zauberei lernte" bitte ich um Mitteilung. Ich habe bislang noch niemanden kennen gelernt, der das von sich behaupten konnte, zumindest nicht auf der Basis unserer Definition der Magie.


Sie veröffentlichen in Ihrem Archiv Erläuterungen zu Ihrem Gradsystem. Leider aber nur bis zum 12°. Ich finde die Abhandlung sehr interessant, denn sie unterscheidet sich von allem, was ich bisher darüber gelesen habe. Ist daran gedacht, weitere Erläuterungen zu den übrigen Graden folgen zu lassen?

Nein, daran ist zumindest in diesem Rahmen hier nicht gedacht. Es kann nicht darum gehen, nur Neugierde zu befriedigen. Mit der Beschreibung der Arbeit bis zum 12° geben wir einen Ausblick über Dinge, die im wesentlichen sofort angegangen werden könnten. Um zu sehen, was man von einer solchen Arbeitsweise hält, sind diese Ausführungen mehr als ausreichend.


Das von Ihnen veröffentlichte Gradsystem umfasst 33 Grade, genauso viele wie das des so genannten Alten und Angenommenen Schottischen Ritus der Freimaurer. Zugleich soll die Fraternitas Saturni in den 20er Jahren im "freimaurerischen Umfeld" entstanden sein. Hand aufs Herz - handelt es sich bei der Fraternitas Saturni nicht doch nur um esoterische Freimaurerei?

Die Antwort ist Nein. Unsere Ziele sind dann doch zu unterschiedlich. Die Ähnlichkeiten kommen vor allem daher, weil das Bild und die Methodik der Loge an sich - das ja aus dem ursprünglichen Brauchtum der Steinmetzhütten entlehnt ist, auf die sich auch die Freimaurer berufen - sich bewährt hat. Es gibt im Westen eigentlich kaum Gesellschaften dieser Art, die nicht mit diesem Konzept und dieser Art der Organisation arbeiten. Vergleichbare Gesellschaften gab und gibt es übrigens auch in Asien.

Wir verstehen unsere Grade übrigens auch ganz anders als die Freimaurer es tun. Es handelt sich bei unseren 33 Graden nicht um 33 Initiationsstufen, die versuchen, eine komplette Geschichte zu erzählen, wie es z.B. die "Schotten" tun. Bei uns sind Grade vor allem Laboratorien, Orte der Arbeit. Das gilt vor allem auch für diejenigen Grade, die Funktionen in der Loge beschreiben. "Laboratorium" klingt natürlich nach etwas ganz anderem, ist aber genau wie "Loge" im ursprünglichen Sinne ein Ort der Arbeit. Sie sehen schon die Beschränkungen der menschlichen Sprache, solche Dinge zu definieren, ohne alle möglichen Konnotationen und Kontexte zu erzeugen.

Die Fraternitas Saturni hatte ursprünglich gar nicht so viele Grade. Das 33stufige System ist erst später eingeführt worden, um die Organisationsstruktur für die Mitglieder transparenter zu machen. Eine Bezugnahme auf ein freimaurerisches System ist damit nicht beabsichtigt, es gibt auch keine direkten Korrespondenzen zwischen den Systemen. Bei uns ist z.B. das, was man in der Freimaurerei einen "Meister" nennt, nicht der 3., sondern der 12. Grad. Ich denke, das ist auch ganz angemessen. Meister wird man nicht über Nacht, und auch nicht schon nach drei Jahren.


Gregorius hat viel über das neue Zeitalter geschrieben. Er sah die Fraternitas Saturni als einen Wegbereiter des neuen Zeitalters, von dem er sich große Möglichkeiten für die Höherentwicklung der Menschheit in Bezug auf Wissen, Weisheit und Humanität versprach. Welche Bedeutung haben diese Ideen für Sie heute?

Natürlich eine große. Das neue Zeitalter des Wassermannes gilt nicht ohne Grund als Neubeginn, als neue Chance für diesen alten Planeten. Gregorius nahm damals etwas vorweg, und in diesem Sinne war er Wegbereiter, was in den sechziger Jahren, denken Sie beispielsweise an das Musical "Hair", dann in Mode kam und auch heute noch in der Esoterik eine wichtige Rolle spielt. Die Idee stammt aus der indischen Tradition der Lehre von den Zeitaltern und wurde von den Theosophen in den Westen getragen. Sie ist grundsätzlich astrologisch begründet. Mit anderen Worten, es sind die Sterne, die im Zeitalter des Aquarius für die menschliche Entwicklung besonders günstig stehen. Davon wollen wir uns natürlich nicht abhängig machen. Soll es denn den Sternen überlassen bleiben, ob man sich weiterentwickelt oder nicht? Aus dieser Sicht, kann das neue Äon keine besondere Rolle mehr spielen. Dies heißt allerdings nicht, dass wir bereit wären, von unseren Idealen abzuweichen. Im Gegenteil, wir machen die Verwirklichung der Ideale jedoch nicht mehr von Zeitaltern und anderen Umweltfaktoren abhängig.

Darüber hinaus arbeiten wir natürlich daran, die magische Technologie des Saturnwegs weiter zu entwickeln und völlig neue Wege zu erschließen, die über den mittelalterlich geprägten Angang, von dem die konventionelle Magie ja noch sehr stark geprägt ist, weit hinaus geht. Wenn Sie dies als Wegbereitung des neuen Zeitalters bezeichnen wollen - gerne!

© 2011 Fraternitas Saturni e.V.

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